KI-Bilder erkennen und prüfen
Immer mehr Texte, Bilder, Videos und andere Dinge sind von der KI generiert.
Konnte man vor einiger Zeit das noch am Inhalt erkennen, ist es jetzt schon schwieriger.
Nun ist es an der Zeit, KI‑Inhalte überprüfbar zu machen. Das geschieht teilweise durch die Gesetzgebung in der EU, aber auch auf Initiative einiger Anbieter.
Wie KI-Bilder gekennzeichnet werden
Google hat vor einiger Zeit die sogenannte SynthID eingeführt. Dabei handelt es sich um versteckte Informationen in dem KI-Bild.
Du kannst dir das so vorstellen: Ein digitales Bild besteht aus Millionen kleiner Punkte, den Pixeln. Jeder hat eine bestimmte Farbe. SynthID verändert die Farbwerte vieler dieser Punkte so geringfügig, dass du den Unterschied nicht siehst. In diesen Änderungen steckt das unsichtbare Wasserzeichen, das ein Prüfwerkzeug erkennen kann.
Auch nach der Bearbeitung eines Bildes bleiben diese Informationen in den meisten Fällen erhalten.
Wie prüfe ich, ob ein Bild von der KI gemacht wurde
Wenn ein Bild von bestimmten Anbietern stammt und dort eine SynthID generiert wurde, kannst du feststellen, ob die KI das Bild bearbeitet oder erstellt hat.
Zur Zeit funktioniert das aber nur mit Bildern, die von Google Gemini, ChatGPT, NVIDIA oder Kakao stammen. Apple soll in Kürze folgen.
Um ein Bild zu prüfen, kannst du den ➥ SynthID Detector von Google nutzen. Als erstes erhältst du eine Mitteilung, wie Google die bereitgestellten Informationen behandelt. Eine Kurzfassung findest du weiter unten beim Punkt Sicherheit und Datenschutz.
Nachdem du die Nutzungsbedingungen akzeptiert hast, musst du dich noch anmelden. Ich hatte die Möglichkeit, mich mit meinem Google‑Konto oder auch mit Apple bzw. ChatGPT anzumelden.
Nach der Anmeldung kannst du auch sofort loslegen. Einfach ein Bild hochladen und auf das Ergebnis warten.

Mein Test war erfolgreich. Obwohl ich das Bild um die Hälfte verkleinert und in ein anderes Format konvertiert habe, wurde es korrekt als KI‑Bild von OpenAI erkannt.
Nebenbei bemerkt, du kannst auch KI-Videos und KI-Audiodateien prüfen.
Was nicht so gut funktioniert
Wie bereits gesagt, wird diese Erkennung anhand der SynthID derzeit nur von wenigen Herstellern unterstützt. Aber es werden bestimmt noch mehr werden. Das hoffe ich zumindest.
Hier eine Gegenüberstellung von SynthID und allgemeinen KI-Erkennungstools.
| Merkmal | SynthID | Allgemeine KI-Erkennungstools |
|---|---|---|
| Methode | Sucht nach dem unsichtbaren Wasserzeichen im Bild. | Sucht nach Mustern und Auffälligkeiten, die auf KI hindeuten. |
| Voraussetzung | Das Bild wurde mit einem KI-System erstellt, das SynthID verwendet. | Es muss kein Wasserzeichen vorhanden sein. |
| Aussage des Ergebnisses | Ein gefundenes Wasserzeichen weist auf die Nutzung eines unterstützten KI-Systems hin. | Das Ergebnis schätzt ein, wie wahrscheinlich eine KI-Erstellung ist. |
| Zuverlässigkeit | Bei entsprechend gekennzeichneten Bildern besonders zuverlässig. Starke Bearbeitungen können die Erkennung erschweren. | Kann echte Fotos als KI-Bilder einstufen und KI-Bilder übersehen. |
| Grenze | Ohne erkennbares Wasserzeichen lässt sich eine KI-Erstellung nicht ausschließen. | Die Einschätzung ist kein sicherer Nachweis. |
Keine SynthID vorhanden? Wie erkenne ich die KI-Bilder dennoch?
Ist keine SynthID vorhanden, wirst du ein KI-Bild niemals zweifelsfrei erkennen können. Allerdings gibt es einige Hinweise, die auf KI-Herkunft schließen lassen.
- Schau dir dafür die Details an. Wirken Hände, Brillen oder Schmuck stimmig?
- Sind Schriftzüge lesbar, passen Schatten und Spiegelungen zur Szene?
- Auffällige Wiederholungen oder Gegenstände, die ineinander übergehen.
- Eine umgekehrte Bildsuche kann dir helfen, frühere Veröffentlichungen zu finden.
- KI-Erkennungstools liefern eine zusätzliche Einschätzung, aber keinen sicheren Nachweis.
Ich muss dazu sagen, dass diese Art der Erkennung immer schwieriger wird. Die von der KI erstellten Bilder werden immer besser.
Und nun ein kleiner Test. Sage mir, ob folgendes Bild von der KI stammt:

KI-Bild oder nicht? Was meinst du?
Antwort Ansehen
Sicherheit und Datenschutz
Wenn du den SynthID Detector nutzt, gelten Googles Nutzungsbedingungen. Du darfst den Dienst nicht für automatisierte Massenprüfungen verwenden, seine Nutzungslimits umgehen oder gezielt versuchen, die Wasserzeichenerkennung auszutricksen. Bei Verstößen kann Google deinen Zugang sperren.
Laut Datenschutzhinweis werden hochgeladene Bilder direkt nach der Ausgabe des Prüfergebnisses gelöscht. Google speichert jedoch für 24 Stunden eine digitale Signatur der Datei, die deinem Benutzerkonto zugeordnet ist. Sie dient dazu, Nutzungslimits durchzusetzen und Missbrauch zu verhindern. Wenn du dich über einen anderen Anbieter wie Apple anmeldest, verarbeitet und speichert Google außerdem grundlegende Kontodaten, etwa deine E-Mail-Adresse und Benutzerkennung.
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