Lumo - ein KI-Chatbot, der deine Privatsphäre respektiert
Mittlerweile gibt es viele KI-Chatbots. Die meisten unterscheiden sich durch Modelle, Geschwindigkeit, Bildfunktionen oder Zusatztools. Lumo ging bisher einen etwas anderen Weg: Der Chatbot von Proton stellte vor allem Datenschutz und Privatsphäre in den Mittelpunkt. Mit der neuen Version von Lumo ändert sich das ein Stück weit. Der Datenschutz bleibt das zentrale Argument, aber der Funktionsumfang wächst deutlich. Darüber hinaus ist der Anbieter Proton ein europäisches Unternehmen. Schauen wir uns das einmal genauer an.
(Letzte Aktualisierung der Seite: 04.07.26)Was ist Lumo?
Lumo ist ein Chatbot des in der Schweiz ansässigen Unternehmens Proton. Im Gegensatz zu vielen anderen KI-Angeboten speichert Lumo keine Gespräche, analysiert keine Nutzereingaben und verwendet die Unterhaltungen nicht, um seine Modelle zu trainieren. Das bedeutet: Was du mit Lumo besprichst, bleibt zwischen dir und deinem Gerät.
Falls du deinen Chatverlauf speicherst, werden die Daten verschlüsselt abgelegt. Proton gibt an, dass ausschließlich du auf diese Inhalte zugreifen kannst. Es sei denn, jemand anderes hat Zugriff auf dein Smartphone oder PC. Die Unterhaltungen werden weder analysiert noch weitergegeben oder zum Trainieren der KI verwendet.
Ich beziehe mich dabei auf die Aussagen des Unternehmens Proton. Ich denke, dass ein großes Unternehmen mit dem Fokus auf Datensicherheit das auch so umsetzt. Meiner Meinung nach sollten sensible Daten möglichst nicht genutzt werden. Auch wenn der Chatbot als sicher gilt. Sicherheitslücken können schließlich immer auftreten.
Info ▼
Lumo basiert nicht auf einem eigenen Sprachmodell. Stattdessen nutzt Proton verschiedene Open-Source-KI-Modelle und kombiniert diese mit der eigenen Infrastruktur.
Open Source und europäische Datenschutzstandards:
Ein weiteres Plus: Lumo ist quelloffen. Das heißt, der Quellcode ist einsehbar und kann von unabhängigen Experten überprüft werden. Zudem wird Lumo in Europa betrieben und unterliegt damit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Auch das unterscheidet Lumo von vielen anderen KI-Tools, deren Serverstandorte und Datenverwendung oft im Unklaren bleiben.
Für wen ist Lumo geeignet und was kannst du damit machen?
Lumo richtet sich an alle, die einen Chatbot nutzen möchten, denen das Thema Datenschutz aber sehr wichtig ist. Wie bei anderen Chatbots auch kannst du Lumo für Alltagsfragen, kleine Aufgaben, Recherchen oder das Formulieren von Texten nutzen.

Benutzeroberfläche Lumo im Browser
Die Benutzeroberfläche ist fast gleich aufgebaut wie Google Gemini oder ChatGPT. Du hast eine Texteingabe für deinen Prompt und verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Angefangen beim Auswahl des Sprachmodells oder dem „Denkmodus“.
Wichtig zu wissen ▼
Dein Chatverlauf wird in der kostenlosen Version nur 7 Tage gespeichert. Danach ist er weg 🥲
Wie auch bei anderen Anbietern sind einige Funktionen limitiert, bzw. dem kostenpflichtigen Abonnement vorbehalten. Aber auch schon mit der kostenlosen Version lässt sich einiges machen.
Lumo eignet sich meiner Meinung nach besonders gut für:
- Menschen mit hohem Datenschutzanspruch
- Selbstständige
- Vereine
- Lehrkräfte
- Unternehmen mit sensiblen Informationen
Erinnerung: Lumo kann auf frühere Einstellungen aufbauen
Lumo kann sich bestimmte Einstellungen oder Informationen merken, sodass neue Unterhaltungen nicht immer wieder bei null beginnen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn du den Chatbot regelmäßig für ähnliche Aufgaben nutzt.
Die Erinnerungsfunktion kannst du in den Einstellungen aktivieren oder auch ausschalten.

Dort hast du dann die Möglichkeit, die Erinnerungen von Lumo anzuschauen und zu verwalten. Beispielsweise kannst du direkt dort eigene Erinnerungen hinzufügen. Hinweis: In Projekten werden diese nicht verwendet.
Meine Erfahrung: Ich nutze die kostenlose Version von Lumo. Es war mir bei den Erinnerungen nicht möglich, diese innerhalb eines Chats zu speichern. Obwohl ich die Memory-Funktion aktiviert habe, hat Lumo mir das bestätigt. In den Erinnerungen war das allerdings nicht gespeichert. Schade!
Perfekt! Mit aktiver Memory-Funktion speichere ich die wichtigsten Details aus unserem Gespräch automatisch. Hier ist eine Zusammenfassung dessen, was du nun als projektrelevante Erinnerungen hast:
Vielleicht klappt es bei dir besser. Schreib es doch einfach in die Kommentare.
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Benutzerdefinierte Lumos: Die Chats personalisieren
Die eigenen Lumos kannst du über die Schaltfläche „Tools“ erstellen oder nutzen. Ist dein gewünschter KI-Assistent nicht vorhanden, erstelle einfach selbst einen.

Statt bei jedem neuen Chat dieselben Anweisungen erneut einzugeben, legst du deine Vorgaben einmal fest. Anschließend nutzt der Custom Lumo diese automatisch bei jeder Unterhaltung, wenn du diesen benutzerdefinierten KI-Assistenten auswählst.
Ich finde diese Funktion besonders praktisch, wenn sich bestimmte Aufgaben regelmäßig wiederholen. So muss ich den gewünschten Schreibstil, das Ausgabeformat oder andere Vorgaben nicht jedes Mal neu beschreiben.
Je häufiger du ähnliche Aufgaben erledigst, desto größer ist der Nutzen. Ein benutzerdefinierter Lumo kann zum Beispiel:
- einen festen Schreibstil verwenden, etwa sachlich, leicht verständlich oder ohne Fachbegriffe.
- bei Fachthemen unterstützen, indem er sich auf einen bestimmten Themenbereich oder eine festgelegte Arbeitsweise konzentriert.
- Ergebnisse immer gleich strukturieren, zum Beispiel als Tabelle, Checkliste, Projektübersicht oder Zusammenfassung.
Gerade wenn du Lumo regelmäßig für ähnliche Arbeiten nutzt, spart das Zeit und sorgt für gleichbleibende Ergebnisse.
Bilder generieren und bearbeiten
Mit Lumo kannst du auch KI-Bilder erstellen lassen. Wie du an meinem Beispielbild sehen kannst, ist die Qualität gut. Allerdings ist das Bild auch nicht ganz so groß wie bei anderen Chatbots. Aber für meine Zwecke reicht es aus.

Du wählst unter Tools die Bilderstellung aus und gibst deinen Prompt ein. Lange warten musst du nicht und das Bild wird generiert. Über eine Schaltfläche kannst du das Bild auch bearbeiten. Das hat bei mir nicht so gut geklappt. Das Bild wurde neu generiert und in einem anderen Format erstellt. Das kann ChatGPT besser.
Neue Sprachmodelle und die Option: Schnell oder gründlich
Du kannst zwischen verschiedenen Sprachmodellen und Antwortmodi wählen. Das klingt zunächst technisch, ist im Alltag aber recht einfach zu verstehen: Nicht jede Aufgabe braucht dieselbe Leistung und nicht jede Antwort muss gleich ausführlich sein.

Das Lite-Modell: Es ist für alltägliche Aufgaben gedacht. Dazu gehören zum Beispiel kurze Fragen, einfache Erklärungen, kleine Textentwürfe oder schnelle Zusammenfassungen. Wenn du nur eine schnelle Antwort brauchst, dürfte dieses Modell in vielen Fällen ausreichen.
Das Max-Modell: Dieses Modell ist für komplexere Aufgaben vorgesehen. Es eignet sich eher, wenn du längere Texte bearbeiten, umfangreichere Dokumente auswerten oder anspruchsvollere Fragen stellen möchtest.
Zusätzlich kannst du zwischen zwei Antwortmodi wählen. Der Fast Mode ist auf schnelle Antworten ausgelegt. Er ist sinnvoll, wenn du nicht lange warten möchtest und die Aufgabe eher einfach ist. Der Thinking Mode soll gründlichere Antworten liefern, kann dafür aber länger dauern. Diesen Modus würde ich vor allem dann nutzen, wenn es um längere Texte, Vergleiche, Einschätzungen oder komplexere Fragen geht.
Lumo kostenlos nutzen oder in der Plus-Variante?
Wie bei jedem anderen Chatbot auch, ist die kostenlose Nutzung begrenzt. Das macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn du Lumo intensiv nutzt. Laut Angaben von Proton, dem Anbieter von Lumo, sind die Hauptvorteile in der kostenpflichtigen Version folgende:
- Mehr Max-Modellnutzung
- Mehr Nachrichten und Chatverlauf
- Mehr Bildgenerierungen
- Unbegrenzte Projekte
- Unbegrenzte benutzerdefinierte Lumos
Wenn du Lumo selbst ausprobieren möchtest, hier der ➥Link zum Chatbot.
Proton: Der Anbieter hinter Lumo
Ein kurzer Blick auf den Anbieter lohnt sich. Proton ist ein Schweizer Softwareunternehmen, das sich ganz auf Datenschutz und digitale Privatsphäre konzentriert. Gegründet wurde das Unternehmen 2014 von Wissenschaftlern, die sich am Kernforschungszentrum CERN in Genf kennengelernt haben. Ihr Ziel war es, Dienste zu entwickeln, bei denen die persönlichen Daten der Nutzer möglichst gut geschützt bleiben. Mehr darüber erfährst du auf der ➥Webseite von Proton.
Fazit: Lumo als Alternative zu datenhungrigen Chatbots?
Wenn du auf der Suche nach einem KI-Chatbot bist, aber deine persönlichen Informationen nicht preisgeben möchtest, solltest du Lumo ausprobieren. Der Chatbot ist kostenlos, transparent und respektiert deine Privatsphäre. Eine Alternative ist Vibe / Le Chat, der ebenfalls dem europäischen Datenschutz unterliegt.
Mit Lumo 2.0 ist der Funktionsumfang deutlich gewachsen. Benutzerdefinierte Assistenten, eine Erinnerungsfunktion, verschiedene Modelle und Antwortmodi sowie die Möglichkeit zur Bildgenerierung und Bildbearbeitung machen den Chatbot vielseitiger als noch vor einigen Monaten.
Mein Eindruck: Lumo verbindet einen hohen Datenschutz mit den Funktionen, die ich inzwischen von einem modernen KI-Chatbot erwarte. Allerdings hat mich einiges nicht so ganz überzeugt. Zum Beispiel die Nutzung von Erinnerungen oder die benutzerdefinierten Lumos. Aber das wird sich im Laufe der Zeit sicherlich verbessern. Vielleicht hast du auch andere Erfahrungen gemacht. Schreib es mir doch in die Kommentare. Ich bin gespannt, was du zu Lumo sagst.
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Carsten
vor 9 Tagen
Ganz vergessen. Und Lumo hat eine Katze. Da bist du machtlos, da musste ich ja sagen. ;)
Carsten
vor 9 Tagen
Ich nutze Perplexity, Claude und Lumo seit dem Start. Für mich persönlich reicht Lumo vollkommen aus. Ich bin aber auch eher der Standardanwender. Die beiden anderen Dienste sind schon sehr leistungsstark. Aber warum sollte ich Funktionen bezahlen, die ich am Ende doch nie nutze? Also werden die Abos auslaufen. Notfalls kann ich ja wieder zurück.
Überzeugt hat mich natürlich die Datensicherheit von Lumo. Anfänglich fand ich es auch gut, endlich einen Dienst in Europa zu haben. Ich habe auch die anderen Dienste von Proton. Für einen Zehner im Monat unterstütze ich das Projekt gerne, insbesondere, da es sich immer weiterentwickelt und langsam zu den Großen aufschließt. Vermutlich wird es deren Funktionsumfang nie erreichen, dafür ist Proton zu klein. Das muss also jeder für sich selbst entscheiden.
Da man die Möglichkeit hat, den Dienst kostenlos zu testen, kann ich jedem nur empfehlen, dies zu tun. Aber bitte nicht mit der Messlatte der Großen daran gehen, sondern eher mit den persönlichen Anwendungsfällen.
Burkhard
vor 9 Tagen
Danke dir für deine Infos. Ich teste die anderen Dienste von Proton auch ein wenig und schaue dann mal, wie ich mich entscheide.
vor 11 Monaten
Richtig gut geschrieben. Ich habe den Beitrag direkt abgespeichert. Gerade für die Selbstständigkeit spannend!
Burkhard
vor 11 Monaten
Danke dir. Wenn man selbständig ist und beruflich mit dem Chatbot etwas machen will, ist der Datenschutz und die Privatsphäre ein wichtiges Thema.

