ChatGPT, Gemini oder Copilot: Welcher Chatbot passt zu dir?

ChatGPT, Gemini und Copilot können heute viele ähnliche Aufgaben erledigen. Sie schreiben Texte, beantworten Fragen, erklären Zusammenhänge und helfen bei ganz unterschiedlichen Dingen im Alltag. Es ist oft gar nicht so leicht zu erkennen, worin sich die Angebote wirklich unterscheiden.

Ich möchte in diesem Vergleich bewusst nicht jede einzelne Funktion gegenüberstellen. Mich interessiert vielmehr die praktische Frage: Welcher Chatbot passt zu dir und deinem Alltag?

Ich greife auf meine eigenen Erfahrungen mit ChatGPT, Gemini und Copilot zurück und zeige dir, wo ich die jeweiligen Stärken sehe.

Wann würde ich welchen Chatbot nutzen und für welchen Nutzertyp ist er besonders interessant? Einen allgemeinen Testsieger wird es dabei nicht geben, denn es hängt sehr stark davon ab, was du mit der KI machen möchtest.

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Burkhard
25.08.2026

Was ich in diesem Vergleich bewusst nicht mache


Ich werde in diesem Vergleich die umfangreichen Funktionen nicht gegenüberstellen und auch nicht jedes technische Detail bewerten. Solche Vergleiche sind zwar interessant, helfen Einsteigern bei der Auswahl aber oft nur wenig und sind morgen schon veraltet.

Aus diesem Grund wirst du keine langen Funktionslisten finden. Auch keine Benchmarks oder einen allgemeinen Testsieger. Den besten Chatbot für alle gibt es aus meiner Sicht nicht. Entscheidend ist, was du damit machen möchtest.

Was alle drei Chatbots grundsätzlich können


Mit allen drei Chatbots kannst du Fragen stellen, Texte schreiben oder überarbeiten lassen und dir komplizierte Inhalte einfacher erklären lassen.

Auch beim Sammeln von Ideen, bei der Suche nach Informationen sowie beim Arbeiten mit Dateien und Bildern können dich alle drei unterstützen. Für viele typische Aufgaben im Alltag spielt es deshalb zunächst keine große Rolle, welchen der drei Chatbots du verwendest.

Die Antworten unterscheiden sich jedoch im Stil. Mal gefällt dir die Antwort des einen Chatbots besser, mal die des anderen. Probiere deshalb verschiedene Chatbots aus. Wenn du länger mit einem Chatbot gearbeitet und die Erinnerungsfunktion aktiviert hast, kann es außerdem sein, dass die Antworten mit der Zeit besser zu dir passen und dadurch hilfreicher werden.

Beispiel: Eine Lebensweisheit, wenn man die KI nutzt. Einfacher kurzer Stil.

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ChatGPT: KI kann uns viel zeigen - aber denken und entscheiden müssen wir selbst.

Gemini: Die KI ist ein wunderbarer Spiegel für deine Gedanken - aber du selbst bleibst der Kopf, der entscheidet, wohin die Reise geht.

Copilot: Nutze KI wie einen Kompass - nicht wie einen Autopiloten. Sie hilft dir, schneller zu denken, aber du entscheidest, wohin du gehst.

Und? Welche Antwort gefällt dir am besten? Die typischen Spiegelstriche, die die KI oft nutzt tauchen bei allen dreien auf. Aber mit einem zusätzlichen Prompt kann man das unterbinden.

ChatGPT: Der vielseitige Allrounder


ChatGPT ist der Chatbot, den ich selbst am häufigsten nutze. Besonders schätze ich, dass er nicht an ein bestimmtes Software-Ökosystem gebunden ist. Dadurch kann ich ihn sehr flexibel für ganz unterschiedliche Aufgaben einsetzen.

Aus dem ursprünglichen Chatbot ist inzwischen eine Art „All-in-One-System“ geworden. Du kannst schnell eine Frage stellen oder einen Text überarbeiten lassen. Gleichzeitig gibt es mit Projekte eigene Arbeitsbereiche, in denen Chats, Dateien und Anweisungen zu einem Thema gebündelt werden. Die Erinnerung kann dabei auf ein einzelnes Projekt beschränkt werden, sodass unterschiedliche Themen voneinander getrennt bleiben.

Noch einen Schritt weiter geht ChatGPT Work. Dabei erledigt ChatGPT umfangreichere Aufgaben weitgehend selbstständig, recherchiert Informationen, arbeitet mit verbundenen Apps. Das nutze ich aber eher nicht. Es muss jeder für sich selbst wissen, wie viel Rechte er der KI einräumt und mit welchen Daten diese dann umgehen soll.

Wirklich gut funktioniert die Persönliche Erinnerung, die sich Vorlieben und wichtige Informationen aus früheren Gesprächen merken kann.

Darüber hinaus gibt es einen guten Sprachmodus für natürliche Gespräche mit Zwischenfragen und Unterbrechungen. Auch die spezialisierten GPTs können für bestimmte Aufgaben sehr nützlich sein.

Neben dem recht einfachen Einstieg bietet ChatGPT viele Funktionen. Und gefühlt kommen jeden Monat neue hinzu.

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Meine Meinung dazu

ChatGPT ist eine gute Wahl, wenn du einen vielseitigen KI-Assistenten suchst, den du sowohl für Alltagsfragen als auch für umfangreichere Aufgaben verwenden möchtest. Besonders interessant ist ChatGPT, wenn du dich nicht auf die Programme von Google oder Microsoft festlegen möchtest.

Gemini: Interessant für Nutzer von Google


Gemini ist dann interessant, wenn du bereits viele Dienste von Google nutzt. Der Chatbot kann eng mit Gmail, Google Drive, Docs, Kalender und weiteren Google-Angeboten zusammenarbeiten. Allerdings gibt es von ChatGPT auch Add-Ins, die sich ähnlich integrieren lassen.

Für Einsteiger ist die Bedienung auch hier recht einfach. Du kannst direkt eine Frage stellen, einen Text bearbeiten lassen, Dateien auswerten oder dir ein Thema erklären lassen.

Besonders interessant finde ich Gemini für Recherchen. Im Hintergrund stehen die langjährige Erfahrung von Google bei der Suche sowie der Zugriff auf sehr große Mengen öffentlich verfügbarer Informationen. Das merkt man dann, wenn du aktuelle Informationen suchst oder ein Thema aus verschiedenen Quellen zusammenstellen möchtest.

Die größte Stärke von Gemini sehe ich deshalb in der Verbindung aus KI, Recherche und dem Google-Ökosystem. Wenn du Gmail, Google Drive, Docs oder den Google Kalender ohnehin regelmäßig nutzt, kann sich Gemini besonders gut in deinen Alltag einfügen. Verwendest du diese Dienste kaum, fällt ein wichtiger Vorteil weg.

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Meine Meinung dazu

Gemini würde ich nehmen, wenn ich die Google-Dienste und Apps integrieren möchte. Oft nutze ich Gemini anstelle der ursprünglichen Google-Suche. Ich erhalte die Informationen mit entsprechenden Quellen und Links. Ich habe bei einigen Themen festgestellt, dass die Informationen nicht stimmen, weil veraltete Quellen verwendet wurden. Das ist bei anderen Chatbots aber ähnlich.

Copilot: Naheliegend im Microsoft-Umfeld


Wenn du mit Microsoft-Programmen arbeitest, ist Copilot naheliegend. Die KI ist in deinem Abo in der Regel schon vorhanden und du brauchst sie nicht extra zu bezahlen. Ferner besteht eine enge Verbindung mit Word, Excel, PowerPoint, Outlook und anderen Microsoft-365-Anwendungen. Je nach Abonnement kannst du Copilot direkt innerhalb dieser Programme verwenden.

Aber auch unabhängig von Microsoft 365 kannst du Copilot als normalen Chatbot nutzen. Zu einem großen Teil basiert die KI auf das Sprachmodell von OpenAI, also ChatGPT.

Wie immer ist es bei Microsoft ziemlich unübersichtlich, welche Funktionen du tatsächlich nutzen kannst und wo die Limits sind.

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Meine Meinung dazu

Die Integration in Microsoft Programme ist hier das schlagende Argument. Vielleicht auch, dass oftmals keinen zusätzlichen Kosten entstehen. Ich muss dazu sagen, dass mich die Ergebnisse des Chatbots meist enttäuscht haben und ich ihn mittlerweile so gut wie nie verwende.

Welcher KI-Chatbot ist der richtige für dich?


Je nach Aufgabe ist der eine oder andere Chatbot besser geeignet. Hier ein paar Nutzungsbeispiele:

Du möchtest mit KI anfangen:
Ich würde zuerst ChatGPT ausprobieren. Der Einstieg ist leicht und die kostenlose Version hat bereits viele Möglichkeiten.

Du nutzt viele Google-Dienste:
Dann ist Gemini naheliegend. Besonders wenn du viel mit den Google-Apps arbeitest. Neben der kostenlosen Version gibt es auch eine sehr günstige Abo-Variante.

Du arbeitest hauptsächlich mit Microsoft-Produkten:
Da die KI oftmals bereits in deinem Abo enthalten ist, lohnt es sich sie einmal auszuprobieren. Dadurch entstehen keine weiteren Kosten und du kannst die KI innerhalb der Microsoft Programme nutzen.

Du möchtest einen möglichst unabhängigen Allrounder:
Hier sehe ich ChatGPT vorne. Du bist nicht so stark an ein bestimmtes Software-Ökosystem gebunden und kannst den Chatbot für sehr unterschiedliche Aufgaben einsetzen. Es gibt auch einige Add-Ins, die du in Chrome oder verschiedenen anderen Programmen einsetzen kannst.

Du möchtest hauptsächlich recherchieren:
Für Recherchen nutze ich gerne Gemini. Die Verbindung mit der Google-Suche und Funktionen wie Deep Research machen den Chatbot besonders interessant.

Du möchtest Texte schreiben und Ideen entwickeln:
Hier greife ich meistens zu ChatGPT. Besonders bei längeren Texten, beim Überarbeiten von Formulierungen und beim gemeinsamen Entwickeln von Ideen gefällt mir die Arbeitsweise sehr gut. Gemini und Copilot können das ebenfalls, für mich wirkt ChatGPT bei solchen Aufgaben aber meist etwas natürlicher.

Tipp ▼

Du musst dich übrigens nicht für einen einzigen Chatbot entscheiden. Gerade in den kostenlosen Versionen kannst du mehrere ausprobieren und selbst feststellen, mit welchem du am besten zurechtkommst.

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Kommentare



Steven

vor 8 Monaten

Also die Test´s waren ja nett .. Meine Erfahrung mit 3 Chatbots liegt darin daß man sie an sich selber anpasst durch mehrere längere Gespräche. Sie übernehmen meist den Stil des Anwenders. Wenn es zu Akademisch, Wissenschaftlich oder Poetisch wirkt, dann kann man das durch einen post ändern und Sagen das sie sich ehr so oder so verbalisieren soll. Restriktionen im Sicherheitssystem verhindern so manche klare Aussage. Bei bestimmten dingen neigen Gemini und Grok zu sehr optimistischen aussagen und Prognosen. Copilot wirkt etwas Spießiger und verbalisiert sehr wissenschaftlich. Dafür sind Aussagen und Prognosen etwas vorsichtiger und ehr reflektierend. (Mein Stand Ende 2025)


Burkhard

vor 8 Monaten

Danke dir für deine Einschätzung. Das deckt sich in etwa mit meiner Erfahrung. Allerdings habe ich mit einigen Chatbots keine längeren Konversationen.


Norbert

vor 2 Jahren

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